Leo meint: „Ortsumfahrung Waakirchen – War da was? Ja da war doch was!“

Die älteren von uns werden sich noch erinnern. Vor ziemlich genau 3 Jahren wurde im Bundesverkehrswegeplan eine Ortsumfahrung für Waakirchen als vordringlich eingestuft.

Vordringlich heißt: Grünes Licht für eine zwingend erforderliche Umgehungsstraße!

Wie hat es soweit kommen können und wie kommen wir aus dem Schlamassel wieder raus, wird sich so mancher Gemeinderat im stillen Kämmerlein gedacht haben.

Aus diesem Gedankenspiel wurde eine Strategie. Frei nach dem Motto, was nicht sein darf, das nicht sein kann, hat man das Wort Umgehungsstraße aus dem Vokabular gestrichen (oder besser noch „gegendert“).

Umgehungsstraße heißt jetzt Tunnel!

Wobei Tunnel nicht eine sinnvoll und realistisch ausgearbeitete Option bedeutet, sondern im übertragenen Sinne heißen soll „lass mich mit deiner Umgehungsstraße in Ruhe“!

So gesehen dürfte die Gemeinde bis Dato einer Tunnellösung auch keinen Schritt nähergekommen sein, sofern sie sich überhaupt in diese Richtung bereits aktiv engagiert hat.

Alle Anfragen seitens der Bürger oder Medien laufen ins leere und werden reflexartig mit Floskeln wie z.B. „Tunnel seien schonender“ oder noch fehlenden Gutachten für die endgültige Festlegung nicht – beantwortet.

Apropos Gutachten. Seit mehr als einem Jahr werden in regelmäßigen Abständen beim Architekturbüro Obermeyer Studien in Auftrag gegeben.

Ergebnisse? – Fehlanzeige!

Diese werden von Monat zu Monat vertagt. Neuer Termin November 2019. Bei dieser Vorgehensweise wirkt die Aussage von Bürgermeister Hartl schon fast belustigend, die Entscheidung aus dem Wahlkampf herauszuhalten und nicht dem kommenden Gemeinderat aufzubürden.

Jetzt weiß ich auch warum Straßenprojekte so lange dauern. Ein Schelm, wer dabei die Gemeinde im Blick hat.

Grundsätzlich guter Stoff für einen Komödienstadl. Leider ist das Schauspiel alles andere als lustig.

Der Verkehr und die damit verbundenen Gefahren nehmen zu. Sowohl Anlieger der bestehenden Ortsdurchfahrt, die sich eine Entlastung herbeisehnen, als auch mögliche Betroffene eine Ortsumfahrung werden hingehalten.

Das ist nicht weiter hinnehmbar.

 

Euer Leo

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